Waldweg

10 Gründe, warum ich es liebe, draußen in der Natur zu sein

1. Die Natur fasziniert mich

Ich finde es unglaublich faszinierend, wie die Natur funktioniert. Hier passt alles so präzise zusammen und mach Sinn: Tiere und/oder Pflanzen leben in perfekter Symbiose zusammen, jedes Lebewesen hat seinen Platz und auch seine Aufgabe.  

Manchmal muss ich mich regelrecht zusammen reißen, um nicht bei jeder Pflanze, die lichtsuchend ihre Blätter in die Sonne reckt, jedem Käfer, jedem Vogelschrei voller Bewunderung anzuhalten. Ich liebe es, mehr über die verschiedenen Ökosysteme in Erfahrung zu bringen und hoffe sehr, dass das Staunen über die Natur nie aufhören wird.

 

2. Draußensein heißt Bewegung

Draußensein bedeutet Bewegung. Ich gehe spazieren, laufen, wandern oder bin mit dem Mountainbike unterwegs. Die Natur ist quasi mein Fitness-Studio. Und das beste ist: Wir alle haben dafür eine unbegrenzte, kostenlose Mitgliedschaft!  Wäre Bewegung eine Pille, man würde sie als Wundermedizin bezeichnen. 

Bewegung macht nicht nur Spaß, sondern senkt auch das Risiko für Zivilisationskrankheiten und setzt Endorphine frei, macht also glücklich. Natürlich kann man sich auch drinnen bewegen, aber das Sonnenlicht bringt einen weiteren Vorteil für die Gesundheit: Den UV-B Anteil im Sonnenlicht benötigt der Körper, um Vitamin D zu produzieren. 

3. Die Natur ist mein Abenteuerspielplatz

Mal ehrlich, als Kinder sind wir doch (hoffentlich alle?) irgendwann mal auf einen Baum geklettert, haben Flüsse gestaut und sind durch den Wald getigert. Der reinste Abenteuerspielplatz war das. Ich finde, das muss nicht aufhören, nur weil man jetzt weiß, wie eine Steuererklärung funktioniert und der tägliche Kaffeekonsum schon lange die kritische Linie überschritten hat. 

(Mikro-)Abenteuer schlummern überall und warten nur darauf, erlebt zu werden. Das kann eine Wanderung sein, die man noch nie gegangen ist, eine Flussüberquerung ohne Brücke, eine Nachtwanderung, biwakieren, eine Gipfelbesteigung. Fast immer komme ich von solchen Abenteuern mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen im Gepäck und ein kleines bisschen stolzer, glücklicher (und dreckiger) nach Hause als ich losgezogen bin. 

4. Draußensein heißt Zeit für mich haben

Die allermeiste Zeit in der Natur verbringe ich allein. Zwar begleiten mich manchmal tolle Wanderpartner, aber ich genieße die Stunden alleine fast genauso sehr. In diesen Momenten kann ich nach Lust und Laune meinen Gedanken nachhängen, lauthals durch die Gegend singen (je nachdem ob ich danach noch Tiere sehen möchte oder nicht…) und mich in meinem eigenen Tempo bewegen. Außerdem bringe ich so auch Geschichten mit nach Hause, die ich erzählen kann. 

Gleichzeitig kriege ich draußen einen klaren Kopf, gerade wenn ich alleine unterwegs bin und mich nicht auf Gespräche konzentriere. Draußenzeit heißt auch, dass ich in Ruhe Podcasts und Hörbücher hören und so oft und so lange wie ich mag, Fotos von Bäumen und mutigen Tieren schießen kann.

5. Wanderer sind nette Menschen

Je nachdem wo man sich in der Natur bewegt, trifft man mehr oder weniger viele Menschen. Gerade mit anderen Wanderern habe ich noch nie negative Erfahrungen gemacht. Stattdessen habe ich häufig das Gefühl, dass unter Draußenmenschen gewisse ungeschriebene Gesetze der Höflichkeit gelten, die von allen eingehalten werden. Man grüßt sich freundlich, manchmal hält man auch für ein kurzes Gespräch über den Weg oder das Wetter an oder teilt sogar seinen Proviant. 

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6. Draußen kann ich "im Moment" sein

Wenn ich draußen bin, bin ich fast immer automatisch „im Moment“. Draußen fühle ich mich meist so, als hätte jemand den (Arbeits-)Alltag kurz auf Pause gedrückt. Meine Gedanken kreisen nicht mehr um die nächste Deadline, die volle Spülmaschine oder den nächsten Termin. 

Stattdessen bin ich draußen – ohne dass ich mich dazu zwingen muss, in einem sehr achtsamen Zustand. Das ist je nach Wegbeschaffenheit auch sehr wichtig, weil ich mich darauf konzentrieren muss, wo ich meine Füße hinsetze. 

7. In der Natur bin ich mit allen Sinnen unterwegs

Der Mensch hat in der klassischen Lehre fünf Sinne, mit denen er sehen, hören, riechen, tasten und schmecken kann. All die und auch weitere Sinne wie den Gleichgewichtssinn oder die Thermorezeption, also die Wahrnehmung von Wärme und Kälte, benutze ich in der Natur sehr viel bewusster als im normalen Alltag. 

Rein biologisch ist das natürlich nicht der Fall, und ohne unsere Sinne kämen wir nicht durchs Leben. Aber gerade in der Natur genieße ich es, bewusst den Vögeln oder dem Wind zuzuhören, die Tannennadeln auf dem Boden zu riechen und die unzähligen Grüntöne zu sehen. Selbst gesammelte Pilze oder Kräuter schmecken für mich außerdem tausendmal intensiver als aus dem Supermarkt. Und wusstest du außerdem, dass sich die knorrige Borke wärmer anfühlt als glatte Rinde?

8. Wald kühlt im Sommer

Gerade im Sommer ist die Zeit in der Natur und vor allem im Wald eine Wohltat. Wenn das Thermometer die 25-Grad Marke überschreitet, bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen. In einer Dachgeschosswohnung ist es dann nicht weniger warm, deshalb bin ich an warmen Tagen vorzugsweise im Wald anzutreffen. 

Der Wald ist dann meine Klimaanlage. Durch die dichten Bäume kommt sehr viel weniger Sonnenlicht am Erdboden an, der Wald ist ein schattiger Ort. Gleichzeitig ist es in Wäldern kühler, weil Pflanzen über ihre Spaltöffnungen in den Blättern Wasser verlieren. Sie „transpirieren“ ähnlich wie wir Menschen. Initial dient das dazu, die Temperatur um die Blätter zu kühlen und vor Überhitzung zu schützen, ist aber auch für Wanderer angenehm. 

9. Naturböden sind ideale Laufstrecken

Ich liebe Bewegung (siehe Punkt 2). Gerade beim Laufen macht es mir am meisten Spaß, wenn ich ganz tief in die Natur eintauchen kann. Holprige Wege, steinige Passagen, Wurzeln, all das trainiert den Gleichgewichtssinn und die Koordination. Außerdem werden viel mehr Körperpartien angesprochen als beim reinen Laufen auf Asphalt, sodass der Körper insgesamt deutlich vielseitiger trainiert wird. Dadurch ist er weniger anfällig für Verletzungen! Gleichzeitig arbeitet der Kopf daran, die beste Route herauszufinden – für mich ist laufen in der Natur/Trailrunning ein bisschen wie Klettern in der Waagrechten. 

 

10. Grüne Umgebung tut gut

Nicht nur Bewegung an der frischen Luft, sondern auch die Natur selbst tut unserem Körper und unserer Seele gut. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich damit. Ein Forscherteam aus England hat in einer Meta-Analyse mit 143 Studien untersucht, welchen Einfluss Zeit im Grünen (und dazu zählen auch Parks, für alle die keinen Wald in der Nähe haben) auf die Gesundheit hat (Twohig-Bennet, Environmental Research, 2018).

Die Forscher fanden heraus, dass die Menschen, die mehr Zeit im Grünen verbrachten, unter anderem ein signifikant geringeres Sterblichkeitsrisiko und Risiko für Diabetes 2 hatten als Menschen, die weniger Zeit im Grünen verbachten. Außerdem gaben sie an, sich gesünder zu fühlen und hatten ein geringeres Stresslevel. Bei Frauen war sogar das Risiko einer Frühgeburt reduziert. 

Natürlich gibt uns das noch keinen Hinweis auf die exakten Mechanismen und das eigentliche Warum, aber bis wir das wissen, mache ich mich trotzdem mal auf den Weg in den Wald. 

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